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Kindlicher Bruxismus – Ursachen und Folgen

Die Ursachen und Folgen des kindlichen Bruxismus waren Thema des 4. Gemeinschaftskongresses Kinder-Zahn-Spange der Initiative Kiefergesundheit, des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden, des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte und der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde.


Bruxismus bei Kindern ist während der Milchzahnphase unbedenklich. Wenn die bleibenden Zähne kommen, muss das Knirschen allerdings ausbleiben. Foto: avenue images


Das Thema „„Kindlicher Bruxismus““ werde meist von besorgten Eltern in die Praxis getragen, die von einem „störenden“ Knirschen ihres Kindes berichteten, sagte der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr. Ralf Radlanski von der Charité Berlin. Dies war das Thema des 4. Gemeinschaftskongresses Kinder-Zahn-Spange der Initiative Kiefergesundheit (IKG), des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK), des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKIZ).

Im Zuge des natürlichen Schädelwachstums sei das Knirschen normal und sinnvoll. „Ab dem Übergang von Kinderzähnen zu bleibenden Zähnen müssen die Kinder allerdings damit aufhören. Nur das Milchgebiss ist ein Abrasionsgebiss“, berichtete Radlanski weiter. Hätten sich die Kinder erst einmal an das Knirschen gewöhnt, sei eine Entwöhnung häufig gar nicht mehr so einfach.

Für Bruxismus gebe es physische und psychische Ursachen wie Zahnfehlstellungen und Stress, der unter anderem im Bereich der Kiefer und Zähne zur Kompensationen durch den Körpers führe. Kinder seien oft enorm unter Druck und nicht selten durch Psychopharmaka ruhiggestellt. Diese Faktoren müssten bei der Anamnese beachtet werden.
 
Studien zeigten, dass frühzeitige Intervention dazu beitrage, Manifestationen bei Erwachsenen zu vermeiden. Eltern müsse man auf Parafunktionen gezielt ansprechen: „Damit suchen die Patienten Sie nicht auf – Sie müssen erst das Bewusstsein dafür vermitteln“ sagte Prof. Dr. Rolf Hinz.

www.kinder-zahn-spange.de