DG PARO-Trainingscamp

Aktuelle Paro-Trends kennenlernen

Spannende Vorträge, interessante Hands-on-Möglichkeiten – das DG PARO-Trainingscamp war eine hervorragende Möglichkeit für junge Zahnmediziner, ihr Wissen auf ein neues Level zu heben. In Frankfurt nahmen am 12. und 13. Juli rund 70 Interessierte teil und waren nach dem intensiven Wochenende durchweg begeistert.


DG Paro Trainingscamp

Bei den Hands-on-Übungen am Schweinekiefer konnten die Teilnehmer Erfahrungen mit Spezialinstrumenten sammeln. © DG Paro


„Fit für Paro in der Praxis“ – so lautete das Motto des Trainingscamps der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DG PARO) für junge Zahnmediziner und Zahnmedizinerinnen, welches am 12. und 13. Juli in Frankfurt am Main stattfand. Rund 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren in die Main-Metropole gekommen und konnten zwei Tage lang spannenden Expertenvorträgen lauschen und in praktischen Teilen selbst Hand angelegen.

Chirurgische Hands-on-Übungen und Kommunikationstraining

In drei verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmenden bereits am Freitag in Kleingruppen aktiv Erfahrungen rund um die Parodontitistherapie bzw. -prävention sammeln. Inhalt dieser Workshops war unter anderem das Ausprobieren von Spezialinstrumenten, von Lappen- und Nahttechniken am Schweinekiefer sowie richtige Kommunikationsstrategien im Umgang mit den Patienten. Abgerundet wurde der erste Tag schließlich mit einem gemütlichen Get-together mit Blick auf die spektakuläre Frankfurter Skyline.

Tipps für die nicht-chirurgische PAR-Therapie

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Fachvorträge. Sechs spannende Präsentationen zu verschiedensten Themen rund um die Parodontitistherapie und den Praxisalltag gaben den Teilnehmern viele Impulse mit auf den Weg. Dr. Hari Petsos startete den Tag mit seinem Vortrag zum Thema „Nicht-chirurgische PAR-Therapie – Strategien und Praxisüberlegungen“. Anschaulich und mit viel Humor erläuterte Petsos alle wichtigen Punkte, die es zu beachten gilt, um die systematische Parodontitistherapie erfolgreich in den Praxisalltag zu integrieren.

Praxisnähe und rege Diskussionen

Daraufhin folgte der Vortrag „Taschen nach geschlossener Therapie – was nun?“ von Dr. Inga Harks aus Münster. Sie stellte ein zugängliches Konzept für die Praxis dar, wie Resttaschen erfolgreich therapiert werden können. Den letzten Vortrag des Vormittages hielt Dr. Dennis Schaller aus Planegg zum Thema „Der Schlüssel zum Erfolg: unterstützende PAR-Therapie in der Praxis – Struktur und Organisation“. Dabei ging er praxisnah auf die relevanten Aspekte der unterstützenden Parodontitistherapie ein und betrachtete vor allem die zeitliche Organisation und die große Wirkung der UPT für die Praxis.

Am Nachmittag ging es dann vor allem mit praxisrelevanten Themen rund um Abrechnung und Gutachterwesen weiter. Mit ihrem Vortrag zum Thema „Antragstellung, Dokumentation und Abrechnung parodontologischer Leistungen“ erörterte Dr. Heike Dyrna ein hochinteressantes Thema und gab Ratschläge, wie eine korrekte Abrechnung parodontologischer Leistungen erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei entstand eine hitzige aber konstruktive Diskussion unter den Teilnehmenden. In seinem Beitrag „Auf der sicheren Seite – Gutachterverfahren der PAR-Therapie in der GKV“ erzählte im Anschluss Dr. Filip Klein aus Frankfurt aus seiner Sicht als parodontologischer Gutachter über alle relevanten Punkte rund um diesen Themenbaustein. Zum Schluss durfte dann noch Dr. Christoph Schoppmeier was zum Thema „Hypersensibilitäten und Wurzelkaries: aktuelle Behandlungsstragien“ erzählen. Auch er hatte für die Anwesenden hilfreiche Tipps, wie mit den bekannten Nebenwirkungen einer parodontalen Therapie umgegangen werden kann.