Chicago Midwinter Meeting

CEREC: Vollzirkon chairside

Auf dem Chicago Midwinter Meeting präsentierte Sirona der Fachpresse einen weiteren CEREC-Meilenstein: eine Technologie, mit der sich CAD/CAM-gefertigte Vollzirkonkronen und –brücken chairside fertigen lassen.



Nun können CEREC-Zahnärzte ihren Patienten auch Vollzirkonkronen und –brücken in nur einer Sitzung von zirka 90 bis 120 Minuten anbieten. Der „Umweg Labor“ entfällt. Möglich macht dies die Kombination des neuen Sinterofens CEREC Speedfire mit CEREC Zirconia. Aufgrund der hohen Sintergeschwindigkeit erlaubt dieser Ofen auch das Glasieren.

Die CEREC-Zirkonblöcke gibt es in zehn klassischen Farben in Anlehnung an den VITA Classic Shade Guide. Alle CEREC-Schleif- und Fräseinheiten sind nun zum Nass- und Trockenschleifen geeignet. Trockenfräsen ist allerdings die bevorzugte Methode für Zirkon: Der Trocknungsschritt vor dem Sintern entfällt, was den Zeitaufwand um 15 Minuten reduziert. Das Sintern für Kronen nimmt damit gerade einmal 10 bis 15 Minuten, für dreigliedrige Brücken 25 Minuten in Anspruch. Der gesamte Prozess wird von der neuen CEREC Software 4.4.1 geführt, unkompliziert, da die Sinter- und Glasierinformationen von der Software an den Ofen übermittelt werden. Das Praxisteam braucht den Ofen nicht einmal zu programmieren – die Software kümmert sich automatisch darum.

Keine Chippingprobleme

Vollzirkon ist sehr hart und hinreichend klinisch dauerbelastbar, wie Studien belegen. Chippingprobleme – bei konventioneller Schichtkeramik durchaus ein Problem – sind kein Thema. Darüber hinaus ist das Material biokompatibel und kostengünstiger zu fertigen. Der größte Vorteil für Zahnärzte aber ist die Zuverlässigkeit. Der Werkstoff ist fast unverwüstlich. Und: Die Zahnpräparationsmethode oder der Zementierungsplan muss nicht geändert werden – für viele Zahnärzte „ein weiterer Grund für CEREC“, ist sich Vice President Dental CAD/CAM-Systeme Roddy MacLeod sicher. Zudem belegt eine aktuelle Umfrage, dass 83 Prozent der Patienten die Behandlung in nur einer Sitzung vorziehen, zwei Drittel würden dafür sogar den Zahnarzt wechseln. Der Verkauf in Deutschland startet ab 1. Mai. Der neue Sinterofen CEREC Speedfire schlägt mit rund 10.000 Euro zu Buche.

DENTSPLY SIRONA: Fusion voraussichtlich kommende Woche rechtskräftig

Voraussichtlich in der kommenden Woche wird die im September letzten Jahres bekannt gegebene Fusion von DENTSPLY International und Sirona auch rechtlich endgültig unter Dach und Fach sein, wie man am Rande der Veranstaltung hörte. Sirona-CEO Jeffrey T. Slovin, President wird als Chief Executive Officer des fusionierten Unternehmens DENTPLY SIRONA agieren und Mitglied des Aufsichtsrats sein. Gegenüber dem DENTAL MAGAZIN betont er bereits auf dem Event 30 Jahre CEREC in Las Vegas, dass es sich um „eine Fusion, keine Übernahme“ handelt. Der Zusammenschluss der beiden weltweit führenden Unternehmen, die eine gemeinsame Kultur der Innovation teilen, fördere die Entwicklung von differenzierten, integrierten Lösungen für Zahnmediziner, Zahntechniker und Spezialisten, insbesondere in den stärksten Wachstumssegmenten der Dentalindustrie, stellte er auch in Chicago noch einmal klar. Bret W. Wise, Chairman und Chief Executive Officer von DENTSPLY, ist neuer Executive Chairman des fusionierten Unternehmens, der globale Hauptsitz liegt in York, PA (USA), dem Standort des aktuellen Hauptsitzes von DENTSPLY. Der internationale Hauptsitz befindet sich in Salzburg, Österreich.