Warum Sie mit Ihrer Praxis online unterwegs sein sollten

Zahnarztpraxis: Social Media ist ein Must-have

Fast jeder ist in den soziale Medien unterwegs: Patienten, Geschäftspartner, Familienmitglieder. Sie doch privat sicher auch, oder? Warum dann nicht auch Ihre Zahnarztpraxis? Viele Zahnärzte sträuben sich immer noch, die Marketingmöglichkeiten sozialer Medien für den Praxiserfolg zu nutzen. Warum das wahrscheinlich ein Fehler ist, erklärt Marketingexperte Carsten Schlüter.


Zahnarztpraxis Social Media

Social Media wird als Marketingtool für Zahnarztpraxen immer wichtiger. © Twin Design/shutterstock


Für eine erfolgreiche Praxis sei es notwendig, sich in der digitalen Welt zu bewegen. Da ist sich Carsten Schlüter, Chef der Agentur M:Consult, sicher. Beim Event „Alles außer Zähne“ appellierte er an die Teilnehmer, sich als Zahnarztpraxis mit dem Thema Social Media auseinanderzusetzen.

Fehlende Zeit für Social Media in der Zahnarztpraxis

Schlüters Agentur betreut Zahnarztpraxen im Marketing und hostet zahlreiche Praxis-Webseiten. Aus diesem Grund kennt er die Haltung vieler Praxisinhaber zum Thema Social Media nur allzu gut. Zahlreiche Zahnärzte sind der Auffassung, sie können sich um soziale Medien nicht auch noch kümmern. Entweder aus Zeitgründen oder weil sie ihren Auftritt im Netz ausschließlich privat halten wollen. Dabei unterschätzen sie jedoch in der Regel den enormen Effekt, den die aktive Bespielung von Social-Media-Kanälen für das Praxismarketing haben kann.

Facebook bleibt relevant

Den Mythos, dass Facebook nicht mehr relevant sei, widerlegte Schlüter. „Für ihre  Kernzielgruppe ist Facebook immer noch eine Top-Adresse. Da wächst es sogar noch“, betont er. Richtig sei, dass bei jüngeren Leuten die Facebook-Zahlen rückläufig sind. Aber das sei dann vor allem für Kieferorthopäden oder Kinderzahnarztpraxen wichtig.

Social Media notwendig für die Positionierung

Carsten Schlüter Social Media

Carsten Schlüter erklärt beim „Alles außer Zähne“-Kongress, wie die sozialen Medien die Praxen bei der Positionierung unterstützen können. © Skupin

Um die eigene Zahnarztpraxis als Marke zu positionieren, sei Social Media absolut notwendig. Wer eine neue, frische, digital ausgestattete Praxis hat und mit dieser nicht im Netz unterwegs ist, mache sich hingegen unglaubwürdig.

Der erste kleine Schritt sei zum Beispiel WhatsApp. Dort gibt es durch das Profilbild und den Status zwei profane Bereiche, mit denen man große Wirkung erzielen könne. Natürlich nutze man WhatsApp vor allem privat. „Aber sie sind doch über die App auch in Kontakt mit neuen Patienten, die über Freunde auf Sie zugekommen sind, mit Geschäftspartnern oder mit Überweisern“, betonte Schlüter.

Auch etwas Privates posten

Generell habe jedes Bild eine Botschaft – egal ob das Profilbild bei WhatsApp oder ein Posting bei Facebook. Alle diese Plattformen können die Praxis dabei unterstützen, sich zu positionieren. Wichtig seien dabei die Faktoren Authentizität und Kontinuität. Schlüters Tipp für Social Media Postings: „Posten Sie doch auch mal etwas Privates, berichten Sie nicht nur von Ihrem Job. Dabei ist es egal, ob sie von einer Fortbildung posten oder von einer Ihrer Reisen. Hauptsache es kommt etwas Abwechslung in den Auftritt.“

Zahnärzte unternehmerisch motivieren, das ist das Ziel der M:Consult-Veranstaltung „Alles außer Zähne“ in München. In diesem Jahr lagen die inhaltlichen Schwerpunkte neben Social Media auf den Themen Entscheidungsfindung, Lebenskraft und Start-up-Spirit.