Leitfaden des saarländischen Justizministeriums

Wie der Zahnarzt bei häuslicher Gewalt helfen kann

Das Justizministerium des Saarlandes hat einen Leitfaden zur Erkennung von häuslicher Gewalt neu aufgelegt. Die Broschüre soll Ärzten und Zahnärzten Hilfestellung in der Praxis bieten.


© Screenshot Broschüre


Abgebrochene Zähne, Brüche im Kieferbereich: Solche und ähnliche Verletzungen heilen im Unterschied zu Prellungen, Verbrennungen und ähnlichen Verletzungen nicht, wenn sie unbehandelt bleiben. So bekommt der Zahnarzt oft als erster und zum Teil auch als einziger Mediziner die Opfer von familiärer Gewalt zu Gesicht. 

“Häusliche Gewalt: Erkennen – Behandeln – Dokumentieren” – lautet der Titel der Broschüre, die von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter Federführung der Koordinierungsstelle “Gegen häusliche Gewalt” des saarländischen Justizministeriums neu aufgelegt wurde. Sie soll Ärzte und Zahnärzte als Leitfaden zur frühzeitigen Erkennung von Gewalt im häuslichen Umfeld unterstützen. 

Verletzungen gerichtsverwertbar dokumentieren

Zum Beispiel zeigt die Broschüre auf, wie Verletzungen zeitnah gerichtsverwertbar zu dokumentieren sind, damit die Unterlagen zur Beweisführung in zivil- und strafrechtlichen Verfahren herangezogen werden können.

Die Neuauflage der Broschüre richtet sich erstmals auch an Zahnärzte und stellt damit den ersten und bundesweit einzigen gemeinsamen Leitfaden für beide Berufsgruppen dar.

Sie können die Broschüre hier downloaden.