DAZ: "Die Beratungsqualität steht auf dem Spiel"

Streit um Callcenter für die Patientenberatung

Der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde fürchtet um die Qualität der Patientenberatung, wenn diese – wie von den Kassen geplant – an ein Privatunternehmen vergeben wird.



Wie von dentalmagazin.de berichtet, beabsichtigen die Krankenkassen, die Unabhängige Patientenberatung (UPD) an ein privatwirtschaftliches Unternehmen zu vergeben. Laut UPD soll es sich dabei um Sanvartis handeln. Dagegen protestiert nun auch der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ).

„Dass überhaupt jemand auf die Idee kommen kann, eine Gesundheitsberatung mit Qualitätsanspruch zu technisieren und zu formalisieren, wie es mit der Beratung durch ein Callcenter geplant ist, muss wohl im Zusammenhang mit dem Zeitgeist gesehen werden“, heißt es in einem Schreiben.

Beratungsqualität steht auf dem Spiel

Die Forderung des DAZ: die bewährte Arbeit der UPD in der persönlichen Beratung weiter auszubauen und die telefonische Beratung der Patienten bei den Personen zu belassen, die auch die persönliche Beratung durchführen. Die angestrebte zeitliche Ausweitung des Angebotes stelle zwar mehr Quantität zur Verfügung; dies habe jedoch nichts mit Qualität zu tun.

„Die Beratungsqualität, die nachvollziehbare Unabhängigkeit und der Erkenntnisgewinn aus den Beratungen für die Steuerung im Gesundheitswesen stehen auf dem Spiel“ und „Auch möglicherweise qualifiziertes Personal in einem geplanten Callcenter kann eine persönliche Beratung im direkten Kontakt nicht ersetzen“, heißt es in dem Schreiben weiter.