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Früherkennung für Berliner Kinder

Milchzähne sind genauso kostbar wie die Bleibenden. Daher haben die Direktkrankenkasse BIG direkt gesund als IKK Landesverband Berlin und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin) eine Vereinbarung geschlossen.


Foto: Jack/Zapffotolia.com


Geregelt ist die zahnmedizinische Prävention für Kleinkinder zwischen dem sechsten und 30. Lebensmonat, die bei einer Innungskrankenkasse versichert sind. Kernpunkte der Vereinbarung sind zwei Früherkennungsuntersuchungen, bei denen unter anderem das Kariesrisiko der Mädchen und Jungen eingeschätzt wird. Für Kinder, bei denen während der Früherkennungsuntersuchungen eine Kariesvorstufe entdeckt wird, sind zusätzlich lokale therapeutische Fluoridierungen möglich.

Von dieser Vereinbarung profitieren ab sofort jährlich rund 3.000 Berliner Kinder. „Die Zahngesundheit ist im Allgemeinen erfreulich. Werden dennoch ‚Karieskarrieren‘ festgestellt, beginnen diese häufig bereits im frühkindlichen Alter. Mit unserem Angebot schaffen wir ein zusätzliches Betreuungsangebot für Eltern und Kind und ergänzen die U-Untersuchungen der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte“, erläutert Norbert Fina, Abteilungsleiter bei der BIG und Leiter des IKK Landesverbandes Berlin.

Drei gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen

Momentan gibt es nur drei gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen vom 30. bis zum 72. Lebensmonat – im Abstand von jeweils zwölf Monaten. Das IKK-Angebot erweitert diesen Vorsorgeansatz daher erheblich. „Die Lebensphase zwischen 0 und 3 Jahren bis zum Durchbruch des voll entwickelten Milchzahngebisses ist prägend und von hoher Bedeutung für das weitere Kariesrisiko im Milch- und bleibendem Gebiss. Daher setzen die zahnmedizinischen Präventionsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen ab dem 30. Lebensmonat zu spät ein. Mit dieser Vereinbarung sind wir gemeinsam mit den Innungskrankenkassen bereits einen Schritt weiter und haben diese Lücke in der vertragszahnärztlichen Versorgung geschlossen“, erklärt Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin.

Gegenwärtig gilt die frühkindliche Karies als eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Mit der frühestmöglichen zahnmedizinischen Betreuung kann die Mundgesundheit dieser Altersgruppe verbessert werden.

Die Vereinbarung trat zum 01.11.2014 in Kraft. Kosten entstehen den Eltern durch die zusätzlichen Früherkennungsuntersuchungen nicht.