Die nächste Generation in den Zahnarztpraxen ist weiblich

Die jungen Zahnärztinnen kommen

Erneut gibt es einen Beleg für die These "Die Zahnmedizin wird weiblich". Doppelt so viele Zahnärztinnen wie Zahnärzte sind jünger als 30 Jahre. Hingegen überwiegen die Männer im fortgeschrittenen Alter.



In deutschen Zahnarztpraxen zeigt sich eine deutliche Zweiteilung. In jungen Altersgruppen sind die Frauen in der Überzahl, im fortgeschrittenen Alter die Männer. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die sich auf das Jahr 2013 beziehen.

Demnach gibt es bereits heute 33.000 BehandlerInnen (inklusive Kieferorthopäden), die die 50 überschritten haben, mehrheitlich (23.000) Männer. Bei der nachrückenden Generation hingegen gibt es deutlich mehr Frauen: So ist von den 30.000 BehandlerInnen, die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind, bereits die Hälfte weiblich.

Interessant ist aber vor allem der Blick auf die ganz jungen Zahnärzte und Zahnärztinnen: Von den unter 30-Jährigen sind ein Drittel Zahnärzte (1000) und zwei Drittel Zahnärztinnen (2000). Es arbeiten also bereits heute mehr junge Zahnärztinnen als junge Zahnärzte in Zahnarztpraxen. Dieser Trend zeigt sich bereits beim Studium, weshalb kürzlich eine „Männerquoten“-Debatte im Fach entbrannte.

Viele ältere Ärzte in Praxen tätig

Hat bei den Zahnärzten bereits jeder Zweite die 50 überschritten, fällt bei den Ärzten die Altersentwicklung noch deutlicher aus: Ende 2013 waren 65 Prozent der in Praxen tätigen Ärztinnen und Ärzte mindestens 50 Jahre alt. Gut ein Viertel war bereits 60 Jahre und älter.

Insgesamt liegt die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen bei 106.000. Zusätzliche Arbeitsplätze gab es vor allem in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe, der Altenpflege, der Arzt- und Praxishilfe sowie der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde. Von den 5,1 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen waren im Jahr 2013 die Hälfte vollzeit-, 35 Prozent teilzeit- und 15 Prozent geringfügig beschäftigt.