Krebs

Brustkrebskrisiko bei Parodontitis-Patientinnen höher

Frauen nach den Wechseljahren, die unter Parodontitis leiden, haben ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das hat eine Studie herausgefunden, die im Journal "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" veröffentlicht worden ist.


© proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski


In der Studie wurden rund 74.000 Frauen der „Women’s Health Initiative Observational Study“ nach der Menopause untersucht. Von ihnen litten – nach eigenen Angaben – rund ein Viertel (26,1 Prozent) an Parodontitis. In den folgenden circa sieben Jahren entwickelten rund 2.100 Frauen Brustkrebs.

Die Forscher der University at Buffalo fanden heraus, dass das Risiko für Brustkrebs unter den Parodontitis-Patientinnen 14 mal höher ist als in der Gruppe derjenigen, die keine Parodontitis hatten. Wer als Parodontitis-Patientin in den vergangenen 20 Jahren das Rauchen aufgegeben hatte, hatte sogar ein 36 mal höheres Brustkrebsrisiko. Umgekehrt sank das Krebsrisiko, wenn der Rauchstopp mehr als 20 Jahre in der Vergangenheit lag. Wer noch nie geraucht hatte, hatte immerhin noch ein Risiko von 6 Prozent.

Dass die Angaben über eine Parodontitis-Erkrankung nicht von einem Zahnarzt verifiziert wurden, begrenzt allerdings die Aussagekraft der Studie.