IDS festigt Rolle als Weltleitmesse der Dentalbranche

Jeder stellt sich

Die globale Leitmesse für die Dentalbranche ist zu Ende, und das Fazit des veranstaltenden Verbandes der Deutschen Dental-Industrie (VDDI) der IDS 2019 ist eindeutig positiv: Nie waren mehr Aussteller und Besucher in Köln beisammen, um die Leistungsschau der weltweiten Hersteller zu begleiten.


Gateway in das dentale Mekka: 2019 kamen mehr als 160.000 Fachbesucher zur IDS nach Köln. ©Becher


Mit 2327 Unternehmen aus 64 Ländern hat sich die Ausstellerzahl noch einmal um rund 20 Anbieter erhöht, und mehr als 160.000 Fachbesucher aus 166 Ländern sorgten für einen Anstieg der Gesamtbesucherzahl um 3,2 Prozent. Die Zahl der ausländischen Fachbesucher stieg sogar um 6 Prozent. Gleichzeitig vergrößerte sich die Ausstellungsfläche um mehr als vier Prozent auf 170.000 m².

Mark Stephen Pace, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie, fasst das so zusammen: „Jeder, der in der Dentalbranche Erfolg haben will, stellt sich dem Leistungsvergleich in Köln.“ Es sei also kein Wunder, dass die Internationalität der IDS mittlerweile enorme Dimensionen angenommen habe. 73 Prozent der Aussteller aus 64 Ländern kamen aus dem Ausland, ebenso wie 62 Prozent der Besucher aus 166 Ländern – von Argentinien, Brasilien und Chile über Japan und Korea, Ägypten und Südafrika, Australien und Neuseeland, ganz Europa sowie den USA und Kanada. Auch die Zahl der Herkunftsländer erhöhte sich damit noch einmal um 6 Prozent. Ein deutliches Besucherwachstum verzeichnete die IDS 2019 aus Asien (+23,1 Prozent), Osteuropa (+19,6 Prozent), Afrika (+17 Prozent), Mittel- und Südamerika (+14,6 Prozent) und Nordamerika (+5,3 Prozent).


Der VDDI teilt zudem mit, dass man über eine Befragung herausgefunden habe, dass 80 Prozent der diesjährigen IDS-Besucher an der Beschaffungsentscheidung beteiligt, rund 32 Prozent sogar auschlaggebend seien. Noch höher ist die Entscheidungskompetenz der ausländischen Besucher – knapp 50 Prozent gaben an, eigenverantwortlich über den Einkauf zu befinden. Sämtliche Berufsgruppen der Branche aus aller Welt waren vor Ort. Die größten Gruppen kamen laut einer Befragung aus den Zahnarztpraxen, aus Dentallaboren, Dentalhandel und Dentalindustrie, aber auch Schulen und Universitäten waren sehr gut vertreten. Nahezu 30 Prozent der Befragten sind Mitglieder von Geschäfts-, Unternehmens- oder Betriebsleitungen.

VDDI-Geschäftsführer Dr. Markus Heibach ist die hohe Zufriedenheit der Fachbesucher und Aussteller „ein eindrucksvoller Beweis für unsere Bemühungen, den Aufenthalt unserer Gäste mit einem weltoffenen, gastfreundlichen und perfekten Service so angenehm und erfolgreich wie möglich zu gestalten.“

Im Mittelpunkt der IDS 2019 standen Produkte und Systeme für verbesserte digitale Workflows und die additive Fertigung, neue Prophylaxe-Formeln und Füllungsmaterialien, innovative Intraoralscanner und Implantatdesigns sowie flexible Workflows für das Management im Labor.

Auch die Bundeszahnärztekammer zieht ein positives Fazit: „Die IDS ist ein Phänomen: So international, wissbegierig und offen ist die Atmosphäre, dass es auch dieses Jahr einfach wieder sehr inspirierend war. Die Digitalisierung kann Praxisabläufe verbessern, sollte aber nicht unkritisch oder vorschnell angewendet werden“, sagte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. Er unterstrich zudem die Bedeutung der Dentalbranche als Jobmotor im Gesundheitswesen. „Die Zahnmedizin ist ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Ein niedergelassener Zahnarzt beschäftigt durchschnittlich vier bis fünf Angestellte. Zahnmedizinische Fachangestellte sind das Herzstück jeder Zahnarztpraxis – ohne sie würde eine Praxis nicht funktionieren. Gute zahnmedizinische Fachangestellte brauchen daher
Anerkennung und auch Inspiration und Knowhow.“

Und auch der Verband der Zahntechniker lobt. VDZI-Präsident Dominik Kruchen: „Die IDS hat gezeigt, mit welcher Geschwindigkeit sich die digital-dentale Welt entwickelt. Es gilt Risiken abzuwägen, eigene Chancen zu erkennen und Investitionsentscheidungen mit Augenmaß zu treffen.“ In der Diskussion über die zukünftige Rolle der zahntechnischen Labore seien Zahntechnikermeister mit ihren Teams als Experten in der Zahnersatzversorgung nicht ersetzbar.

Auf der IDS fand traditionell auch die BZÄK-Konferenz der Hilfsorganisationen statt. Sie ist eine Ideenbörse für zahnärztliche Hilfsprojekte und zum persönlichen Austausch. Im BZÄK-Netzwerk sind derzeit rund 60 zahnärztliche Hilfsprojekte und -organisationen vertreten, dessen wesentliches Ziel gegenseitige Hilfestellung und Austausch ist.