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05.11.14 / 08:01
Bundeszahnärztekammer

Präventionsgesetz: BZÄK nennt Versorgungslücken

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt das geplante Präventionsgesetz und fordert, die ärztliche Kinderuntersuchung und zahnärztliche Früherkennung ab dem ersten Zahn zu verknüpfen. So soll frühkindliche Karies eingedämmt werden.


BZÄK bemängelt Versorgungslücken bei der frühkindlichen Karies Foto: proDente

Die Krankenkassen sollen ab 2016 jährlich mehr Geld für Präven­tions­zwecke ausgeben. Das sieht ein Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präven­tionsgesetz) des Bundesgesundheitsministeriums vor, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Den Entwurf begrüßt die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) grundsätzlich. Sozial benachteiligte Gruppen könnten hierdurch stärker unterstützt werden, allerdings nicht lückenlos.

Versorgungslücken bei frühkindlicher Karies

Versorgungslücken gebe es zum Beispiel bei der frühkindlichen Karies. Trotz des Handlungsbedarfs und von BZÄK und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) skizzierter Lösungsvorschläge durch das fundierte zahnmedizinische Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“ sei bislang keine Veränderung im Sinne der vorgeschlagenen Vernetzung von ärztlicher Kinderuntersuchung und zahnärztlicher Früherkennung ab dem ersten Zahn erfolgt. Dies sei mit Blick auf das Präventionsgesetz für die BZÄK eine Kernforderung. Zugleich sieht sich die BZÄK als wichtiger Vertreter der Zahnmedizin für das Präventionsforum.

Zur Prävention in der Zahnmedizin heißt es seitens der BZÄK: "Mit dem angedachten Setting-Ansatz, Gesundheitsförderung und Vorsorge in Lebenswelten zu etablieren, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen, können genau die Menschen erreicht werden, die ansonsten nur schwer für eine aufsuchende Gesundheitsvorsorge zu gewinnen sind." Dies sei ein Ansatz, der auch in der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe gelebt wird, so der BZÄK-Vizepräsident, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Die Zahnmedizin ist mit ihren Ansätzen in der Verhaltens- und Verhältnisprävention gut aufgestellt – und erfolgreich. Diese Erfolge der Präventionsbemühungen in der Zahnmedizin sind immens und vor allem messbar.“




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